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Hl. Geist

Nach der Errichtung der Schule in Essel 1904 konnte nach dem ersten Weltkrieg im Jahr 1921 endlich auch eine Kirche gebaut werden.

 

Es war zwar nur eine Notkirche, aber mit den drei Barockaltären der Kanzel, der Kommunionbank und einigen Figuren war sie sehr gut ausgestattet. Die Einrichtung stammte aus Hülchrath bei Grevenbroich. Durch Vermittlung des Lehrers Sandrock kam alles nach Essel. Den Krieg 1939-1945 hat die Kirche ohne größeren Schaden überstanden. Am 10.2.1952 brach in der Sakristei der Kirche ein Brand aus. Die Altäre wurden zerstört, die Figuren konnten gerettet werden. Schon am 9.11.1952 fand die Weihe eines Baugrundstückes für die neue Kirche statt. Am 11.1.1953 war die Grundsteinlegung, Architekt war Hans Ostermann aus Münster Am 21.6. 1953 wurde die Kirche geweiht.
 

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Die Kreuzigungsgruppe, die Madonna und der Hl. Johannes Nepomuk fanden in der neuen Kirche ihren Platz. Im Laufe der nächsten Jahre wurden die Bemühungen um die weitere Ausstattung der Kirche weiter fortgesetzt. Ein Taufbrunnen aus Muschelkalk wurde vom Bildhauer H. G. Biermann aus Maria Laach geschaffen. Eine Darstellung der Taufe Jesu ziert ihn. 1959 wurde das Harmonium durch eine Orgel ersetzt. 1963 wurde ein neuer Kreuzweg angeschafft. Entwurf und Ausführung stammen von der Kunstlehrerin Annemarie Krettler. Auf gebrannten Tontafeln sind die einzelnen Stationen dargestellt.
1985 war eine gründliche Renovierung der Kirche notwendig geworden. Der Altarraum wurde neu gestaltet. Der neue Altar wurde im Chorraum nach vorne gerückt. Eine Darstellung des Pfingstwunders, Maria im Kreis der Apostel, schmückt die Vorderseite. Ambo und Tabernakel wurden erneuert. Der Tabernakel bis jetzt nicht sichtbar, bekam im größeren Chorraum einen neuen Platz. Auf den Tabernakeltüren ist die wunderbare Brotvermehrung dargestellt. Die Kreuzigungsgruppe, der Hl. Johannes Nepomuk und die schöne Madonna, die vom Holzwurm arg angegriffen war, wurden restauriert. Auch ein neuer Osterleuchter kam hinzu. An drei Stellen wird auf das Wort hingewiesen: "Wenn das Korn stirbt, bringt es reiche Frucht". Alle Arbeiten wurden vom Kunstlehrer Hermann Kirchhoff ausgeführt.
Für eine große Überraschung sorgte die Restaurierung der alten Monstranz. Der Goldschmied stellte an Hand der Zeichen fest, dass es eine Monstranz aus der Barockzeit war. Wie diese wertvolle Monstranz in den Besitz der Pfarrgemeinde kam ist nicht mehr festzustellen. Vermutlich kam sie mit der Barockausstattung aus Hülchrath nach Essel.
 

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